SERVUS!
„Wenn wir schon passive Werbung für Hersteller auf unseren Plänen machen müssen, dann bitte so, dass es für uns Zeichner am einfachsten ist!“ Diese und weitere ehrliche Aussagen von mir wirst du in diesem Beitrag lesen können.
Wenn du meine Vorträge selbst sehen möchtest, kannst du das hier tun: [hier ansehen]
Die #1 ALLinOne war eine Veranstaltung, die fast ausschließlich Höhen hatte. Aber lassen wir uns die Geschichte von hinten aufrollen.
Ein normaler Arbeitstag hatte bereits begonnen, als plötzlich das Telefon klingelte. Unser neuester Premium-Partner, Calenberg Ingenieure, meldete sich. Sie hatten die Idee, mit mir eine Woche lang durch Bayern zu reisen, um in Ingenieurbüros Werbung für die neue, kostenfreie Bemessungssoftware CISTA zu machen und auch meine SUPPARTS vorzustellen.

Die Idee fand ich gut, aber die Umsetzung schwierig. Man stelle sich vor, eine „Ein-Mann-GmbH“ fährt eine Woche lang herum und versucht, in den Büros die Türschwellen zu polieren. Das ist weder zeitlich noch kostentechnisch realisierbar. Deshalb schlug ich vor, das Ganze auf eine andere Plattform zu heben. Mein Gedanke war, den Schulungsraum der CS Concept in Regensburg anzumieten und die Büros zu uns kommen zu lassen.

Ein Telefonat mit dem Geschäftsführer Carsten Schmidt später war das Projekt geboren. Allerdings wollte ich natürlich nicht, dass am Ende nur 1-2 Büros erscheinen. Also musste ich den Inhalt aufstocken. Schließlich kam mir die Idee, jeden Hersteller, der eine Premium-Partnerschaft mit SUPPGRADE hatte, einzuladen, um der Premium-Partnerschaft einen zusätzlichen Bonus zu verleihen.
Also rief ich die Firmen Betomax und Max Frank an und erhielt sofortige Zusagen. Das Interesse war nun sowohl von meiner als auch von Herstellerseite gegeben. Diese neue Entwicklung teilte ich Herrn Schmidt mit. So kam es, dass wir die Veranstaltung größer aufstellen wollten. Doch der Platz in Regensburg reichte wahrscheinlich nicht aus, daher half mir die CS Concept, den Veranstaltungsort nach München zu verlegen.
Wir planten mehrere Monate und legten uns mächtig ins Zeug. Jeder einzelne Hersteller und auch jeder Mitarbeiter der CS Concept arbeitete mit mir zusammen, um eine vernünftige Show und einen großen Mehrwert zu liefern. Man unterschätzt den Aufwand. Alleine die Agenda abzustimmen und diese auf drei Mitbewerber und mich selbst anzupassen, war eine Herausforderung. Das grafische Design, die Werbung, die Teaser, die Beiträge, die Briefe, die Videoeinladungen, die Cateringplanung, die Technikplatzierung, die Vortragsvorbereitung – all das kostete Zeit und wäre ohne Herzblut nicht möglich gewesen.
Einen Tag vor der Show traf ich bereits mit meinem ehemaligen Kollegen Michael Müller, Geschäftsführer der MBK Müller Baukonstruktionen, in München ein. Mit den meisten Herstellern gingen wir sogar noch Pizza essen und hatten eine gut gelaunte Zeit und Vorfreude auf den morgigen Tag.
Dann war es soweit, der 5. Juli stand im Kalender. Es mussten aber noch die Tische an unserem „Marktplatz“ aufgebaut werden. Das Catering brauchte auch seinen Platz. Auch die Technik musste eingestellt werden. Alles in allem war es eine schweißtreibende Stunde, aber dann kamen die ersten Gäste. Wow, da blühte mein Herz auf. Endlich menschliche Kontakte!

Schnell füllte sich der Vortragssaal. Nur 13 angemeldete Teilnehmer kamen nicht, aber 7 zusätzliche Teilnehmer erschienen ohne Anmeldung. Wir hatten also fast eine 100%ige Auslastung.

Die Veranstaltung wurde von Herrn Schmidt eingeleitet, und der Allplan-Vertrieb zeigte in knappen Worten, dass er mehrere Standorte pflegt und für Allplan und Nemetschek der richtige Ansprechpartner ist.
Dann durfte ich meinen Hauptvortrag präsentieren. Hierbei ging es um das Thema BIM-washing, und ich stellte die Workflows und „Lösungen“ vor, die es vor meinen SUPPARTS auf dem Markt gab. Dass sich etwas BIM nennen darf, ohne eine vernünftige hersteller- und einbauteilübergreifende Auswertung, klingt in meinen Ohren absurd. Nach den Gesprächen und dem durchweg positiven Feedback über ein Onlineprogramm gaben mir die Gäste alle zu 100% recht. Dieses Monopol der Einbauteilherstellung darf nicht in den Händen der Hersteller liegen. Das ist sonst nur herstellerorientiert und kein bisschen kundenorientiert. Meiner Überzeugung nach wird das System siegen, das dem Anwender den größten Nutzen bringt. Wenn wir schon passive Werbung für Hersteller auf unseren Plänen machen müssen, dann bitte so, dass es für uns Zeichner am einfachsten ist!

Natürlich wird das einigen Herstellern sauer aufstoßen, und diese verfolgen andere Strategien. Das verstehe ich! Aber nichts spricht dagegen, mein System zusätzlich zu deren Lösungen zu nutzen, denn der ROI ist für die Hersteller auf jeden Fall gegeben…keine Zweifel. Wenn Hersteller, Anwender und SUPPGRADE an einem Strang ziehen, wird es eine gute Lösung geben.
Nach meinem Vortrag kamen abwechselnd Hersteller-Fachvorträge, die ich immer mit ca. 5-minütigen Beiträgen abrundete und das Ganze in Allplan zeigte. Da ich mich hier nicht mit den Herstellern abgesprochen habe und mir die Absprache dieses Beitrages sonst zu lange dauern würde, überspringe ich die Inhalte der Hersteller. Wie gesagt, meine Vorträge könnt ihr kostenfrei ansehen, es lohnt sich auf jeden Fall. [hier ansehen]
Nach den Vorträgen kam das Catering und das Get-Together. Gemeinsam konnten Hersteller und Anwender in den Austausch gehen. Die Freude und gute Laune waren im ganzen Nemetschek-Foyer zu spüren. Ich selbst hatte so viele Gespräche, dass ich keine 5 Meter gehen konnte, ohne dass mich ein neuer Gast ansprach. Das gefiel mir, da ich gerne und viel über meine Arbeit rede.


Die Gäste haben meiner Meinung nach alle das gleiche Ziel erkannt: Wir dürfen unsere Stellung nicht aufgeben. Wir sollten entscheiden, wie Einbauteile auf unsere Pläne gelangen. Wir sollten das vorgeben, und ich bin überzeugt, dass meine Fähigkeiten perfekt zu diesem Profil des Herstellerthemas passen. Es wäre dumm von mir, dies nicht zu nutzen. Der Zeichner hat ständig und viele Probleme. Einbauteile sollten nicht dazu gehören.

Wenn du bis hier gelesen hast, bist du verpflichtet, „Alle für Einen“ in die Kommentare zu schreiben, oder du hast 7 Jahre schlechtes BIM.
Vielen Dank, euer Peter
