[ CAT: BIM ]

Revisionsvergleich und GUID

Kennt ihr das, wenn ihr eine WhatsApp schreibt und euch verschreibt, und euer Empfänger fragt zurück: "Bitte komm zmu Essen... Was soll zmu bedeuten? Was willst du mir damit sagen?" So fühlt es sich oft an, wenn ein BIM-Manager über den Revisionsvergleich oder geänderte GUID spricht.😡

Kennt ihr das, wenn ihr eine WhatsApp schreibt und euch verschreibt, und euer Empfänger fragt zurück:
„Bitte komm zmu Essen… Was soll zmu bedeuten? Was willst du mir damit sagen?“
So fühlt es sich oft an, wenn ein BIM-Manager über den Revisionsvergleich oder geänderte GUID spricht.😡

Es ist schon häufiger vorgekommen, dass mich Kunden/Kollegen/BIM-Genossen um Rat zu Revisionsvergleich und GUID gefragt haben.

Aber wie läuft so ein Revisionsvergleich eigentlich ab? Jedes Bauteil hat eine GUID – das steht für generally unique identifier. Kurz gesagt: Jedes Bauteil hat seine eigene ID. Und nicht nur das Bauteil selbst, auch die einzelnen Schichten haben eine ID. Stellt euch eine Betonwand mit einer Dämmschicht vor. Sowohl die Betonwand als auch die Dämmschicht haben ihre eigene GUID. Aber das ist noch nicht alles – auch die gesamte Wand, die aus Betonwand und Dämmschicht besteht, hat eine eigene GUID.

Jetzt stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr erstellt eine Außenwand und exportiert sie nach Solibri, BIMplus und anderen Programmen. Danach verschiebt ihr diese Wand und exportiert sie erneut. Im Revisionsvergleich werden nun die GUIDs abgeglichen. Ist die GUID unverändert, aber die Koordinaten wurden verschoben, wird das Bauteil als „geändert“ markiert.
Ähnlich verhält es sich beim Löschen. Wird die GUID nicht mehr gefunden, wird das Objekt als „gelöscht“ dargestellt. Taucht eine neue GUID auf, wird sie als „hinzugefügt“ gekennzeichnet.

Muss man jetzt im gesamten Prozess darauf achten, die GUID nicht zu verändern?

Ja und nein!

Natürlich wäre es ideal, wenn die Revisionen immer anhand der GUIDs abgeglichen werden könnten.
Aber stellt euch vor, ihr habt ein Fertigteilprojekt mit – sagen wir – 50 Sandwichwandelementen, die ihr aufgrund der Komplexität aus 3D-Objekten erstellt habt. Jetzt kommt es zu einer drastischen Änderung, zum Beispiel einem veränderten Achsabstand, und alle 50 Wände müssen verlängert werden.

Natürlich könntet ihr die Layer ausblenden, Punkte modifizieren und jede Wand Schritt für Schritt anpassen. Oder – der schnellere Weg – ihr löscht 49 Wände und kopiert die verbliebene Wand 49-mal.
Was passiert dann? Richtig, die GUID ändert sich, und die 49 Wände „verschwinden“ im Revisionsvergleich.

Wenn dann ein BIM-Manager keine Ahnung hat, was da passiert ist, und anfängt zu meckern, kontert einfach, dass er keine Ahnung von produktiver Arbeit hat.

Versteht mich nicht falsch – ich liebe BIM! Aber nur, solange jeder bei seinem Handwerk bleibt und BIM den Prozess tatsächlich beschleunigt. Wenn BIM nur nach Vorschrift „gelebt“ wird, um die Vorschrift willen, bin ich raus.
Wenn du bis hierhin gelesen hast, schreib „Heiliger BIM-Bam“ in die Kommentare – oder du hast 7 Jahre schlechtes BIM!

Servus, ciao,
euer Peter